UNAUSGESCHLAFEN ODER ZU TIEF INS GLAS GESCHAUT?

SCHLAFMANGEL VS. ALKOHOL – WAS BEREITET DIR DEN SCHLIMMEREN TAG IM BÜRO?

Es gibt zwischen müde und betrunken sein mehr Gemeinsamkeiten als uns bewusst ist. Obwohl die meisten von uns wohl nicht betrunken ins Büro gehen würden, werden wir nachlässiger, wenn es um Schlafmangel geht. Für die mentale Fitness und Aufmerksamkeit benötigen wir Schlaf. Schlafmangel wirkt sich auf die gleiche Weise wie Alkohol auf die neurokognitiven Funktionen wie das Kurzzeitgedächtnis und komplexere mentale Aufgaben wie das Multitasking, die Entscheidungsfindung und die Problemlösung aus.

Jedoch haben Untersuchungen im Vereinigten Königreich gezeigt, dass Menschen durchschnittlich eine Stunde pro Nacht zu wenig Schlaf bekommen. So schlafen 40 % nicht genügend und 20 % schlafen meistens schlecht.

Bereits ein Schlafmangel von wenigen Stunden hat spürbare Auswirkungen auf unsere Impulsivität, Koordination, Aufmerksamkeit und drosselt unsere Reaktionsfähigkeit erheblich. So fangen wir beispielsweise beim Sprechen an zu nuscheln, als hätten wir einige Gläser Wein getrunken. Wenn wir 8 Stunden schlafen, bedeutet das, dass wir 16 Stunden wach sind. Wenn sich dieses Schlaf-Wach-Verhältnis verschiebt und wir 17 Stunden wach sind, beeinträchtigt uns das auf eine ähnliche Weise wie das Trinken von 2 Gläsern Wein.

Nach mehr als 17 Stunden Wachsein sinkt zudem unsere Reaktionszeit um 50 % und in den meisten Ländern würden wir dann nicht mehr als sichere Autofahrer gelten.

Nach einer Wachphase von 24 Stunden ähnelt der Effekt dem Trinken von 4 Gläsern Wein – wichtige Fakten, die man vor einer Nachtschicht bei der Arbeit berücksichtigen sollte. Nie gab es einen besseren Vorwand, ins Bett zu gehen. Genieße die Auswirkungen eines Feierabendbiers, aber lasse nicht zu, dass Schlafmangel deinen Arbeitstag im Büro beeinträchtigt.

Quelle: Waking up to the Health Benefits of Sleep 2016, University of Oxford/RSPH. Moderate Sleep Deprivation Produces Impairments in Cognitive and Motor Performance Equivalent to Legally Prescribed Levels of Alcohol Intoxication, Williamson & Feyer